Die Jagd mit meinen Dackeln

Winter 2018/2019

Nach zwei sehr erfolgreichen Wintern ist diese Saison sehr zäh verlaufen. Dies lag aber nicht an den Hunden. Der Winter war sehr mild, es gab kaum Schnee und die Baue waren nicht befahren. Zwei Erlebnisse möchte ich hier trotzdem wiedergeben.

- Mitte Jänner war es dann endlich einmal weiß angezuckert. Wir machten uns nach den Frühstück zu viert auf dem Weg. Meine zwei Dackel, ein Jagdfreund und ich. Mittags konnten wir den ersten befahrenen Bau finden. Eine Burg in einem steilen Hang gelegen, mit vierzehn Eingängen auf einer Fläche von dreißig Metern verteilt. Schwierig, schwierig. Nachdem meine Hunde schon viel Routine besitzen, haben wir den Versuch gewagt. Ich lies Lausi mit Bausender schliefen. Es war Freitag 12 Uhr. Nach anfangs gutem Laut wurde es immer leiser und leiser bis totale Stille herrschte. Das Ortungsgerät hat den Hund etwa fünfzehn Meter tief im Hang angezeigt. Etwa gegen 14 Uhr lies ich auch Hexi schliefen, mit dem Ziel, Lausi zu helfen. Leider ohne Sender. Ich hatte keinen zweiten. Irgendwann kam ich zum Entschluss die Sache abzubrechen sobald die Hunde aus dem Bau kommen. Nach zwei weiteren Stunden hatte ich Lausi. Auf Hexi wartete ich. Und wartete und wartete. Irgendwann in der Nacht fuhr ich nach Hause. Von da an gab es stündliche Kontrollen. Am nächsten Tag zweistündliche. Am übernächsten dreistündliche. Der Bau war nicht grabbar. Ich hatte Hexi schon aufgegeben. Aber es kam zum Happyend. Montags um 3 Uhr in der Nacht, nach 61 Stunden, hat Hexi beim ersten Anwesen neben den Wald vor der Haustüre gebellt und um Einlass gebeten. Sie wurde dann dort wunderbar versorgt. Um 7 Uhr wurde ich benachrichtigt, dass mein Hund abgeholt werden kann und dass es ihm gut geht. Als ich dann Hexi in die Arme nahm, musste ich seit Ewigkeiten wieder mal weinen. Am Bau dann folgendes Bild. Aus der untersten Röhre und den Hang hinab waren Schleifspuren. Und am Fuße des Hanges im Bach lag er dann, der tote Fuchs, eine alte Fähe. Das ist meine Hexi. Ich habe sie jetzt aber in Baujagdpension geschickt. 61 Stunden sind sogar mir zuviel.

 

 

- Anfang Februar beschoss ich abends einen Fuchs auf freiem Feld, woraufhin der Fuchs, nach mehrmaligem drehen um die eigene Achse, flüchtig abging. Eine Nachsuche am nächsten Tag ergab Knochensplitter und Schweiß am Anschuss, sowie vereinzelt Schweißtropfen in der Fluchtspur. Hexi führte mich nach gut 500 Metern zu einem Bau, wo der Fuchs anhand der Zeichen eingefahren war. Bauarbeit ja, aber nicht mit Hexi, dachte ich. Einmal 61 Stunden sind mir genug. Ich brachte Hexi nach Hause und holte Lausi. Und da sah ich dann, was der Hund zu leisten im Stande ist. Lausi attackierte den Fuchs derart heftig, dass er ihn verkehrt aus der Röhre schob.  Als der Kampf immer lauter zu vernehmen war, schlich ich mich zur Röhre hin und da sah ich auch schon die Lunte des Fuchses kommen. Ich wartete noch einen Augenblick, dann fasste ich die Lunte mit der Hand und warf den Fuchs, so weit ich konnte, im hohen Bogen vom Bau weg. Kaum aufgeschlagen, wollte der Fuchs auch schon die Flucht ergreifen. Gott sei Dank hatte ich die Flinte relativ schnell bei der Hand und noch bevor Lausi wieder am Fuchs war, konnte ich ihn erlegen. Das Beuteln wollte danach überhaupt kein Ende nehmen. Wie sich dann herausstellte, war der linke Vorderlauf am Ansatz abgeschossen. Ich betreibe die Baujagd seit nunmehr dreißig Jahren, auch mit Terriern, aber einen angeschweißten Fuchs aus dem Bau zu werfen, ist nicht jederhunds Sache. Der zweite Fuchs auf dem Foto hat ebenfalls Lausi noch am selben Tag aus einem anderen Bau gesprengt.

Weidmannsdank an Hexi und Lausi.

Winter 2017/2018 

Wieder war es eine sehr erfolgreiche Winterjagdsaison. Am Ende konnten wir dreizehn Füchse auf die Strecke legen. Keiner der beiden Hunde haben dabei nennenswerte Schäden erlitten. Weidmannsdank an Hexi und Lausi.

Winter 2016/2017 

Wir können auf eine sehr erfolgreiche Winterjagdsaison zurückblicken. Beide Hunde haben hervorragende Leistungen gebracht und so konnten wir siebzehn Füchse und eine krank geschossene Sau zustande bringen. Bei einer dieser Jagden konnte Lausi zwei Füchse aus einem Bau sprengen und dabei das Leistungszeichen "Jagdliche Eignung am Fuchs" erlangen. Weidmannsdank an Hexi und Lausi.

16. Oktober 2016

Laus sollte zur Vorbereitung auf die VGP einen Naturbau kennen lernen und zeigen wie sie daran arbeitet. Erstmalig am Naturbau zeigte Laus eine Arbeit wie ein erfahrener Hund. Nach einer Stunde Dauerdruck unter der Erde sprang diese Fähe und konnte von Herrchen erlegt werden. Ein tolles Erfolgserlebnis für einen jungen Hund. 

15. März 2016

 In der Nacht vom 14. auf 15. März wurde ein Keiler beschossen, welcher jedoch nicht am Anschuss blieb. Eine Nachsuche mit Hexi am darauffolgen Morgen führte uns nach einer etwa sieben bis achthundert Metern langen Riemenarbeit zu einer nicht allzu großen Brombeerdornendickung in der die Sau vermeintlich steckte. Der Hund wurde geschnallt. Nach kurzer Zeit ging die Keilerei schon los. Um den Fangschuss anzubringen drang ich selbst in die Dickung ein woraufhin der Keiler versuchte mich anzunehmen. Durch die beherzten und heftigen Attacken von Hexi hat der Basse doch schließlich die Flucht ergriffen. Nach einer etwa dreihundertmetrigen Hatz konnte Hexi die Sau in einem tiefen Graben stellen, wo dann der Fangschuss kein Problem mehr war.

 

Fazit: Sau tot. Hund und Herrl wohlauf. Lediglich ein Handschuh ging bei der Keilerattacke in Fetzen.


16. Jänner 2016

Bei einer Naturbaujagd im eigenen Revier konnte Hexi drei Füchse aus einem Bau sprengen, welche allesamt mit einem sauberen Schuss erlegt werden konnten. Der erste Rüde sprang nach zehn Minuten, der zweite nach einer Stunde und vierzig Minuten. Und als Hexi beherzt und mit viel Elan weiter arbeitete und schon angenommen wurde, dass auch ein Dachs im Bau stecke, sprang der dritte Fuchs, eine Fähe, nach drei Stunden und zwanzig Minuten. Und das Schöne daran war, dass Hexi danach kaum verletzt war. 


7. Jänner 2016

Bei Neuschnee wurde im Nachbarrevier eine einzelne Sau gefährtet die in eine Dickung eingewechselt, aber nicht mehr ausgewechselt war. Mehrere Jäger wurden herbeigerufen. Die Verwunderung beim Treffpunkt war groß, als meine Hexi als einziger Hund anwesend war. Doch die teilnehmenden Jäger staunten danach noch mehr über die Arbeit des kleinen Hundes. Hexi konnte die 60 kg schwere Bache nach kurzer Zeit finden und nach heftigen Attacken aus der Dickung drücken wo sie dann mit einem sauberen Schuss erlegt wurde.


6. Jänner 2016

Meine Hexi hat ihren ersten Fuchs gesprengt und erhielt für diese Leistung das Naturzeichen "Jagdliche Eignung am Fuchs".